Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. folgen

Corona-Infektionen in weiteren Einrichtungen der Hephata Diakonie und ihrer Tochtergesellschaften

Pressemitteilung   •   Dez 08, 2020 16:39 CET

Neben den Covid-Fällen in drei Seniorenzentren der Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) und auf dem Hephata-Hofgut Richerode gibt es weitere Erkrankungen in mehreren Wohngemeinschaften der Hephata-Behindertenhilfe sowie im Diakoniezentrum Frielendorf. Eine Bewohnerin aus Frielendorf mit Vorerkrankungen ist nach kurzem und schweren Verlauf im Krankenhaus verstorben.

++ Hephata-Vorstand: Größter Respekt vor dem unermüdlichen Einsatz der Mitarbeitenden und Dank für Unterstützungsangebote nach Aufruf des Seniorenzentrums Edermünde
++ Diakoniezentrum Frielendorf: Eine Bewohnerin mit Vorerkrankungen ist im Krankenhaus verstorben, Schnelltests bei 7 Mitarbeitenden und 22 Bewohner*innen in der Einrichtung positiv
++ Seniorenzentren Edermünde, Wagnergasse Treysa und Seniorenwohnanlage Neustadt: Isolationsbereiche für erkrankte Bewohner*innen eingerichtet
++ Hephata-Hofgut Richerode: PCR-Tests bestätigen 11 Infektionen bei Bewohnern und 6 bei Mitarbeitenden, Arbeitsbereich bleibt für Klientinnen und Klienten geschlossen
++ Wohngemeinschaften der Hephata-Behindertenhilfe: 13 positive Schnelltests in Haus in Schrecksbach, weitere einzelne Infektionen in mehreren Einrichtungen in Schwalmstadt

Unterstützung und Anerkennung für Team in Edermünde
„Der unermüdliche Einsatz der Mitarbeitenden in den von Corona-Infektionen betroffenen Einrichtungen verlangt mir größten Respekt ab“, sagt Hephata-Vorstandssprecher Maik Dietrich-Gibhardt. Doppelschichten, Arbeiten mit persönlicher Schutzausstattung und trotzdem das Risiko, sich selber anzustecken – „diese Arbeitsbedingungen sind eine immense Belastung, der sich die betroffenen Mitarbeitenden auch weiterhin mit viel Hingabe, Professionalität und Empathie für die erkrankten Klientinnen und Klienten stellen“, so Dietrich-Gibhardt. Dies gelte generell für alle von der Pandemie betroffenen Einrichtungen der Hephata Diakonie, wobei aktuell die Personalsituation im Seniorenzentrum Edermünde am kritischsten sei. Deshalb hatte sich Hephata am Freitag mit einem Videoaufruf an die Öffentlichkeit gewendet und um Unterstützung für das Team in Edermünde geworben. Ein gutes Dutzend ganz konkreter Unterstützungsangebote ist seitdem bei der Pflegedienstleitung vor Ort eingegangen. Zwei Mitarbeitende in der Pflege, eine Mitarbeiterin für die Verwaltung und eine von der Gemeinde Edermünde kurzfristig freigestellte Mitarbeiterin für den Telefondienst steigen schon in dieser Woche ein. „Mit mehreren weiteren Personen sind wir im Gespräch“, sagt hsde-Geschäftsführer Hermann-Josef Nelles, der auf Unterstützung für das Team vor allem in der Pflege auch weiterhin angewiesen ist. „Da wir eine gute Einarbeitung gewährleisten, ist es wichtig, dass die Personen über einen Zeitraum von mindestens einer oder mehreren Wochen aushelfen können“, so Nelles. Kontakt zur Einrichtung: nina.haensch@hsde.de, Telefon 05603 9166303.

Diakoniezentrum Frielendorf richtet Isolationsbereich ein
Bei einer Reihentestung im Diakoniezentrum Frielendorf haben die Schnelltests bei sieben Mitarbeitenden sowie bei 22 Bewohner*innen Infektionen mit dem Coronavirus angezeigt. „Für alle Personen mit positivem Schnelltest hat der Hausarzt heute PCR-Tests durchgeführt“, sagt Geschäftsführer Werner Wieland. Anlass für die Reihentestung war die Corona-Infektion einer Bewohnerin mit Vorerkrankungen, die nach einem kurzen und schweren Verlauf im Krankenhaus verstorben ist. Die erkrankten Bewohner*innen im Diakoniezentrum haben bislang nur milde Symptome. „Sie fühlen sich schlapp, sind müde und haben leicht erhöhte Temperatur“, sagt Wieland. Gemeinsam mit seinem Team aus insgesamt 78 Mitarbeitenden in Pflege, Betreuung, Hauswirtschaft und Verwaltung richtet der Geschäftsführer aktuell eine der insgesamt acht Wohngruppen im Haus als Covid-Bereich ein, um dort erkrankte von gesunden Bewohner*innen isolieren zu können. Aktuell leben 67 Menschen im Diakoniezentrum. Sie alle dürfen vorerst keinen Besuch empfangen, Ausnahmen sind nur zur Begleitung in der letzten Lebensphase möglich. „Den Angehörigen der verstorbenen Bewohnerin sprechen wir unser herzliches Beileid aus. Allen erkrankten Bewohner*innen und Mitarbeitenden wünschen wir eine rasche und vollständige Genesung“, sagt Wieland.

Senioreneinrichtungen in Edermünde, Treysa und Neustadt (Marburg-Biedenkopf)
Die meisten Infektionen innerhalb Hephatas gibt es im Seniorenzentrum Edermünde. Weitere von Infektionen betroffene Senioreneinrichtungen sind das Seniorenzentrum Wagnergasse in Treysa sowie die Seniorenwohnanlage Wiesenhof in Neustadt. In allen betroffenen Einrichtungen sind Isolationsbereiche für die erkrankten Bewohner*innen eingerichtet worden, um weitere Ansteckungen möglichst zu vermeiden. Es gelten Besuchsverbote mit Ausnahmen für die Begleitung in der letzten Lebensphase. Die aktuellen Infektionszahlen (Stand: 8.12., 8 Uhr) im Überblick:
Seniorenzentrum Edermünde: 17 von 57 Mitarbeitenden und 17 von 45 Bewohner*innen gelten als infiziert.
Seniorenzentrum Wagnergasse: 6 von 48 Mitarbeitenden und 8 von 46 Bewohner*innen gelten als infiziert.
Seniorenwohnanlage Wiesenhof Neustadt: 1 von 57 Mitarbeitenden und 7 von 44 Bewohner*innen gelten als infiziert

Hofgut Richerode: Arbeitsbereich bleibt für Klientinnen und Klienten geschlossen
Auf dem Hofgut Richerode sind nach dem Reihentest mit Schnelltests nicht alle Infektionen mit einem PCR-Test bestätigt worden. Aktuell gelten elf Bewohner und fünf Mitarbeitende nach positiven PCR-Tests als infiziert, für einen weiteren Mitarbeiter gilt eine Quarantäne. Die negativ getesteten Bewohner sind in die Nebenhäuser umgezogen, alle erkrankten Klienten werden von den Mitarbeitenden im Hauptwohnhaus versorgt. „Dem gesamten Team gebührt ein ganz großes Lob für den unermüdlichen Einsatz“, sagt Einrichtungsleiterin Jessica Walz. Während die nicht erkrankten Klienten in der ambulant betreuten Wohnform auf dem Hof aushilfsweise vom Team der Sozialpsychiatrie Treysa innerhalb Hephatas mit betreut werden, ist in der so genannten besonderen Wohnform (vormals Stationäres Wohnen) weiterhin das reguläre, aber durch die Erkrankungen stark dezimierte Betreuungsteam im Einsatz. „Für viele Bewohner ist es gerade in so einer schwierigen Situation wichtig, von ihren gewohnten Bezugspersonen unterstützt zu werden“, sagt Walz. Dass diese Dienste weiterhin ohne fremde Unterstützung aufrechterhalten werden, sei der persönlichen Einsatzbereitschaft der Mitarbeitenden zu verdanken. Auch wenn die Krankheitssymptome bei den ersten Covid-Patienten abklingen – für den Wohnbereich gilt weiterhin eine Quarantäne. Im Arbeitsbereich dürfen zudem keine Klientinnen und Klienten tätig werden. Der als Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (WfbM) geführte Betrieb bleibt sicherheitshalber und zunächst bis Weihnachten auch weiterhin für Klientinnen und Klienten geschlossen. Alle anfallenden Arbeiten in der Tierversorgung, im Schälbetrieb und auf dem Hof werden in dieser Zeit von Mitarbeitenden Hephatas übernommen.

Hephata-Behindertenhilfe: Mehrere Einrichtungen in Schwalmstadt sowie Haus in Schrecksbach betroffen
Im größten Geschäftsbereich der Hephata Diakonie, der Behindertenhilfe, sind mehrere Wohnangebote in Schwalmstadt von Infektionen betroffen. Im Umfeld von erkrankten Bewohner*innen und Mitarbeitenden werden aktuell Reihentests durch Hephata organisiert und durchgeführt. Die meisten positiven Testergebnisse gibt es aktuell in der Wohngemeinschaft Schrecksbach. Dort sind insgesamt 13 Bewohner*innen und Mitarbeitende positiv getestet worden. Das Haus steht unter Quarantäne und die negativ getesteten Mitarbeitenden befinden sich in der so genannten Pendelquarantäne – sie dürfen sich nur zu Hause und im Dienst in der Wohneinrichtung aufhalten. 

Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.