Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. folgen

Corona-Infektionen im Johannes-Schrey-Haus der Hephata-Behindertenhilfe in Viernheim

Pressemitteilung   •   Mär 23, 2021 09:27 CET

Das Johannes-Schrey-Haus ist ein Wohnangebot der Hephata Diakonie für Menschen mit Behinderungen in Viernheim im Landkreis Bergstraße.

Sieben von 24 Bewohner*innen und vier von 20 Mitarbeiter*innen des Johannes-Schrey-Hauses der Hephata-Behindertenhilfe in Viernheim haben sich mit dem Coronavirus infiziert (Stand: 22. März, 11 Uhr). Davon befinden sich aktuell zwei Bewohner*innen im Krankenhaus. Die anderen Bewohner*innen als auch Mitarbeiter*innen zeigen bislang milde Verläufe.

Der erste Klient wurde am 10. März positiv auf das Corona-Virus getestet, die sechs anderen Bewohner*innen und vier Mitarbeiter*innen an den Folgetagen. Drei Bewohner*innen waren am Donnerstag und Freitag ins Krankenhaus eingewiesen worden, davon konnte ein Bewohner bereits wieder ins Haus zurückkehren. „Vorsorglich hatten wir uns in Absprache mit dem Hausarzt, den Angehörigen und gesetzlichen Betreuern dazu entschieden, die drei Bewohner*innen ins Krankenhaus zu bringen. Wir wollen keinerlei Risiken eingehen“, sagt Wohnbereichsleiter Rainer Möller.

Seit dem 11. März gilt ein Betretungsverbot für das Haus. Die Mitarbeiter*innen sind in Pendelquarantäne, sie wechseln zwischen Zuhause und dem Johannes-Schrey-Haus. Die Bewohner*innen befinden sich in Zimmerquarantäne, soweit das möglich ist. Diese Regelungen gelten geplant bis 30. März. „Wir haben die beiden Wohngruppen im Haus strikt voneinander getrennt. Die Mitarbeiter*innen arbeiten in festen Teams in jeweils nur einer Wohngruppe und werden täglich vor Dienstantritt mit Schnelltests getestet“, so Rainer Möller. Die Mitarbeiter*innen arbeiten in Schutzausrüstung, mit FFP-3-Maske, Schutzanzug, Haube und Schutzbrille.

Aufgrund dieser Maßnahmen sei es gelungen, die Infektionen der Bewohner*innen auf eine Wohngruppe zu begrenzen. „Ich bin sehr stolz auf die Mitarbeiter*innen vor Ort, die die Klient*innen dank Hygienekonzept, Engagement, Geduld und Durchhaltevermögen bislang gut durch die Pandemie gebracht haben“, so Möller. „Die Infektionen sind auch deswegen bitter, weil ein mobiles Impfteam die 24 Bewohner*innen am 12. März zum ersten Mal gegen das Coronavirus hätte impfen sollen. Der Impftermin musste nun erstmal ausgesetzt werden.“

Heute werden alle bislang negativ getesteten Bewohner*innen und Mitarbeiter*innen erneut mit PCR-Tests getestet. „Wir sind sehr dankbar für die gute Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt und der Bundeswehr“ so Möller. Acht Angehörige der Bundeswehr hatten im Auftrag des Gesundheitsamtes am vergangenen Dienstag die PCR-Testungen im Haus übernommen und führen auch heute die erneuten Testungen durch. Weitere helfende Hände sind vom Stammgelände der Hephata Diakonie in Schwalmstadt gekommen, um die Kolleg*innen vor Ort zu unterstützen.

Rainer Möller: „Die Mitarbeiter*innen wachsen über sich hinaus und versuchen, den Bewohner*innen die Situation so gut erträglich wie möglich zu machen, obwohl bei einigen natürlich auch selbst Sorgen mitschwingen. Aber nur zusammen können wir die Situation überstehen.“

Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.