Hephata Hessisches Diakoniezentrum e.V. folgen

Behelfs-Mund-Nasen-Schutz: Mehr als 600 Masken sind fertig

Pressemitteilung   •   Apr 07, 2020 09:40 CEST

Dieses Paket sorgt für Begeisterung in der Hephata Diakonie: Eliane Piddiu Ripken aus Neustadt hat mehr als 50 Behelfs-Mund-Nasen-Schutz-Masken selber genäht und an die Einrichtungen gespendet.

Knapp zwei Wochen nach dem Start der Nähaktion sind etwas mehr als 600 Masken fertig. „Die Verteilung des Behelfs-Mund-Nasen-Schutzes über die Für Uns-Manufaktur in Treysa hat begonnen“, berichtet Michael Tietze, der das Projekt initiiert hat. Der Dank des Leiters der Sozialen Rehabilitation Hephatas gilt den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern.

++ Verteilung der fertigen Behelfs-Masken zuerst an die Pflegeeinrichtungen Hephatas und dann nach Schlüssel, der sich aus einer Abfrage der Bedarfe ergibt
++ Stoff-, Geld- und Zeitspenden zeugen von Solidarisierung mit den Einrichtungen der Hephata Diakonie
++ Ausstellerin der Hephata-Festtage näht selber und spendet mehr als 50 Masken an Hephata
++ Wer kann den fleißigen Näherinnen und Nähern eine Nähmaschine leihweise zur Verfügung stellen?


Die ersten Masken werden verteilt

Über die Leitungskräfte der Hephata Diakonie hatte Michael Tietze als Initiator der Nähaktion abgefragt, wie viele der Behelfs-Mund-Nasen-Schutz-Masken in den jeweiligen Einrichtungen benötigt werden. „Unser Ziel ist es, alle Menschen in der Hephata Diakonie mit jeweils zwei Masken auszustatten“, betont Tietze. Bis zu 12.000 Masken würden dafür benötigt. „Dass wir jetzt nach wenigen Tagen immerhin schon 600 Masken zusammen haben, stimmt mich optimistisch“, sagt Tietze. Schon nach kurzer Zeit seien die Abläufe in der Herstellung verbessert worden, so dass die Produktion mittlerweile schneller vorangehe. Genäht wird weiterhin in mehreren Einrichtungen der Hephata Diakonie, teils im Zusammenspiel von Mitarbeitenden sowie Klientinnen und Klienten. „Die Für Uns-Manufaktur in Treysa übernimmt die Verteilung der fertigen Masken“, erklärt Tietze. Von dort werden derzeit die ersten 600 Masken kommissioniert. „Als erstes statten wir die Pflegeeinrichtungen Hephatas aus“, so Tietze. Danach sollen nach und nach alle Wohneinrichtungen beliefert werden – nach einem Verteilschlüssel, der sich aus den Bedarfsmeldungen der Leitungskräfte ergibt.


Begeistert von breiter Unterstützung

„Durch die Nähaktion spüren wir eine große Solidarisierung sowohl innerhalb der Hephata Diakonie als auch durch Menschen aus unserem Umfeld“, berichtet Michael Tietze. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Bereiche Hephatas laufe hervorragend. „Ganz besonders freut mich, dass wir aus der breiten Bevölkerung viele Stoffspenden wie auch Geldspenden für die Aktion erhalten“, so Tietze. Allen Spenderinnen und Spendern sagt der Projektleiter im Namen aller Menschen in der Hephata Diakonie von Herzen „Dankeschön“.


Großer Dank an Ausstellerin der Hephata-Festtage

Ganz besonders für die Nähaktion der Hephata Diakonie ins Zeug gelegt hat sich Eliane Piddiu Ripken. Die Neustädterin ist mit Hephata verbunden durch ihre Teilnahme am kreativen Markt der Hephata-Festtage. Gestern kam ein Paket von der Neustädterin in der Hephata-Infozentrale an – vollgepackt mit mehr als 50 selbst genähten Masken. „Das ist wirklich eine fantastische Unterstützung, für die wir uns ganz herzlich bedanken“, sagt Hephata-Mitarbeiterin Christina Pfeil, die das Päckchen aus Neustadt geöffnet hat. Pfeil ist bei Hephata normalerweise für Veranstaltungen zuständig, auch für die Hephata-Festtage. Derzeit hilft sie in der Info-Zentrale aus. „Dass durch die Hephata-Festtage so eine Beziehung zu unseren Einrichtungen zustande kommt und eine Ausstellerin unseres Marktes uns derart engagiert und großzügig unterstützt, ist einfach großartig“, sagt Pfeil.


Derzeit werden fünf Nähmaschinen gesucht

Die Hephata Diakonie bittet auch weiterhin um Unterstützung für die Nähaktion. Derzeit werden unter anderem fünf Nähmaschinen gesucht. „Wenn uns jemand eine Nähmaschine für einige Zeit ausleihen könnte, wäre das sehr hilfreich“, sagt Michael Tietze. Wer helfen kann, wird gebeten, sich per E-Mail zu melden bei michael.tietze@hephata.de. Alternativ können Unterstützerinnen und Unterstützer sich auch telefonisch melden unter 06691 18-0. Auch Stoffspenden sind weiterhin gefragt. Sie können entweder kontaktlos im Altkleidercontainer auf dem Hephata-Stammgelände eingeworfen werden oder per Post geschickt werden an Hephata Diakonie, Sachspenden, Sachsenhäuser Str. 24, 34613 Schwalmstadt. Wer selber nähen will und damit die Aktion unterstützen kann, findet eine Nähanleitung zum Download unter diesem Beitrag.

Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in der Pflege und Betreuung von Senioren, in Förderschulen und der beruflichen Bildung.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.