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Das Schulsozialarbeitsteam der Hephata Diakonie im Landkreis Hersfeld-Rotenburg: Thora Maentel-Pogodsky, Wenke Weinert, Leah Koch, Jochen Berthel, Lisa Simla, Christina Kindler und Johannes Sigel. Es fehlt: Lara Bartl.

Pressemitteilung

Neues Modell der Schulsozialarbeit im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gestartet

Hilfe und Beratung dort anbieten, wo sie gebraucht wird: direkt in der Schule. Dieses Ziel verfolgt die Jugendhilfe der Hephata Diakonie mit ihrer Schulsozialarbeit unter anderem im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Mit einem neuen Konzept soll die Arbeit gestärkt und klarer strukturiert werden. Die Schulsozialarbeiter*innen sind vom neuen Konzept überzeugt.

Die Hephata-Jugendhilfe betreibt seit vielen Jahren Schulsozialarbeit an acht Standorten im Landkreis Hersfeld-Rotenburg. In 2025 wurden zwei weitere Schulen in das Projekt mit aufgenommen.

Doch die bisherige Vertragslage mit mehreren beteiligten Parteien wie dem Landkreis, Schulamt und Gemeinde erschwerte unter anderem eine eindeutige Dienst- und Fachaufsicht. Entsprechend wurde die Stelle, aufgrund der Drittelung der Finanzierung, gesplittet. Somit hatten die Schulsozialarbeiter*innen eine drittel Stelle über das Schulamt und eine zweidrittel Stelle bei Hephata (finanziert über Landkreis und örtliche Kommunen). Ebenfalls erforderte diese Splittung dreifache Dokumentation. Es fehlte auf mehreren Ebenen eine klare Struktur.

Seit 2022 haben Teamleiter und Geschäftsbereichsleiter Lothar Eberhardt und Eva-Maria Pfeiffer als Projektverantwortliche die Strukturen überarbeitet. „Entstanden ist nun ein Modell, das Transparenz schafft, Bürokratie reduziert und die Grundlage für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung legt. Hephata ist als alleinige Dienst- und Fachaufsicht zuständig. Für die Mitarbeitenden der Schulsozialarbeit ist das ein großer Vorteil“, sagt Eva-Maria Pfeiffer. Die Schulsozialarbeiter*innen könnten sich so voll und ganz auf ihre wertvolle Arbeit in der Schule konzentrieren.

Am 1. August 2025 startete das neue Modell erstmals an der Werratal-Schule in Heringen. Dort arbeitet Leah Koch als Schulsozialarbeiterin. „Die Stelle gab es an dieser Schule vorher nicht. Ich wurde sehr positiv aufgenommen“, berichtet sie mit Blick auf die bisherigen Monate an der Schule. Ihre Beratungsangebote würden von Schüler*innen wie Lehrkräften gleichermaßen geschätzt. „Für Schülerinnen und Schüler ist die Hürde, sich mit Problemen an Lehrkräfte zu wenden, oft höher. Ich habe eine andere Position und das vereinfacht den Zugang – auch für Eltern.“

Bis zum Sommer 2026 wird an allen weiterführenden Schulen im Landkreis Hersfeld-Rotenburg, an denen sich die Hephata-Jugendhilfe um die Schulsozialarbeit kümmert, auf das neue Modell umgestellt. Dabei bleiben die Aufgaben der Hephata-Schulsozialarbeiter*in vielfältig: von Beratung und Begleitung einzelner Schüler*innen über Gewaltprävention und Suchtprophylaxe bis hin zu Demokratieförderung und Kooperation mit Lehrkräften, Eltern und außerschulischen Einrichtungen.

Auch erfahrene Fachkräfte begrüßen die Neuerungen. Jochen Berthel, seit fast drei Jahrzehnten in der Jugendhilfe tätig, freut sich über klarere Strukturen und weniger bürokratischen Aufwand. Gleichzeitig sieht er die wachsenden Herausforderungen. „Seit der Corona-Pandemie haben Schülerinnen und Schüler mehr Probleme, teilweise auch beim Lesen. Die Schule ist heute ein Lebensraum, in dem sie mehr Zeit verbringen als früher.“

Diese Entwicklung bestätigt auch Thora Maentel-Pogodsky, seit 2008 Schulsozialarbeiterin. „Früher gab es alle paar Wochen eine Klassenkonferenz wegen Problemen. Heute finden sie fast täglich mehrfach statt.“ Lara Sophie Bartl, seit einem Jahr an der Konrad-Duden-Schule in Bad Hersfeld tätig, ergänzt: „Der Leidensdruck ist hoch, psychische Probleme nehmen zu. Deshalb ist es wichtig, dass wir präsent sind und die Schülerinnen und Schüler wissen, dass wir für sie da sind.“

Neben der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gibt es auch Unterstützung für die Fachkräfte selbst. In regelmäßigen Sprechstunden mit Lothar Eberhardt als Teamleitung und Eva-Maria Pfeiffer als Projektverantwortliche können sie belastende Fälle und organisatorische Fragen direkt besprechen. „Wir möchten das Team eng begleiten und unterstützen – ob in Einzelfallberatung, bei herausfordernden Situationen oder aktuellen Themen aus den Schulen“, erklärt Pfeiffer.

Sie betont: „Unsere Kolleginnen und Kollegen leisten jeden Tag Beeindruckendes. Mit großem Engagement, Empathie und Fachkompetenz schaffen sie Räume für Vertrauen, Orientierung und Unterstützung. Für uns ist das neue Modell nicht nur ein organisatorischer Fortschritt, sondern eine echte Herzensangelegenheit.“

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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

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