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Verabschieden den langjährigen leitenden Arzt der Fachklinik: von links der kaufmännische Leiter Michael Schmitt, Dr. Hans Joachim Kronibus (zuletzt Oberarzt), Wilfried Gründel und ärztlicher Leiter Dr. Peter Reinhold-Hildenhagen.

Pressemitteilung

Jahresfest in Fachklinik Fürstenwald: Dr. Hans Joachim Kronibus in den Ruhestand verabschiedet

Der Pop-Song „Geile Zeit“ von Juli aus dem Jahr 2004, klatschende Hände und ein Rückblick auf die vergangenen 31 Jahre: So verabschiedete sich Dr. Hans Joachim Kronibus beim Jahresfest der Hephata-Fachklinik Fürstenwald in den Ruhestand. Der 80-Jährige ließ die Musik über einen CD-Player abspielen. Mitarbeitende, Klient*innen, Besucher*innen sowie Angehörige klatschten mit, einige kämpften mit den Tränen. Zuvor hatte die Klinikleitung wertschätzende Worte an ihn gerichtet. Anschließend konnten die Gäste beim Jahresfest Barbecue, Kuchen und weitere Angebote genießen.

Auch in diesem Jahr begann das Sommerfest mit einem Gottesdienst im Freien. Pfarrer Frank Himmelmann aus der Kirchengemeinde Wilhelmsthal griff in seiner Predigt die biblische Geschichte eines gelähmten Mannes auf, der von seinen Freunden zu Jesus getragen wird (Markus 2,1–12). „Komm, wir tragen dich“ – diese Botschaft passe auch zur Arbeit in einer Fachklinik, sagte Pfarrer Frank Himmelmann. Menschen müssten ihre Lasten nicht allein tragen. Sie könnten einander Hoffnung geben und gemeinsam Wege gehen. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von den „Flotten Tönen Fürstenwald“. Mit „Now Let Us Sing“ eröffneten sie den musikalischen Teil, später übernahmen sie auch das Vaterunser.

Die „Flotten Töne Fürstenwald“ gestalteten den Gottesdienst musikalisch.

Auch Michael Schmitt, kaufmännischer Leiter, und Dr. Peter Reinhold-Hildenhagen, ärztlicher Leiter, begrüßten die Gäste. Das Jahresfest der Fachklinik sei mittlerweile ein Höhepunkt im Kalenderjahr von Fürstenwald, sagte Michael Schmitt. Es biete eine gute Gelegenheit, frühere Patient*innen wiederzusehen, Kontakte zu Suchtberatungsstellen und Selbsthilfegruppen zu pflegen und die Verbundenheit mit der Klinik zu erleben. Jährlich locke das Fest rund 250 Menschen auf das Gelände der Fachklinik – so auch in diesem Jahr.

Am Nachmittag wurde das Barbecue eröffnet, parallel dazu gab es ein Kuchenbuffet. Unterstützung komme alljährlich von der Vereinsgemeinschaft Fürstenwald, der Kirchengemeinde und der Feuerwehr. „Es ist schön zu sehen, wie unsere Fachklinik und der Ort zusammenarbeiten“, sagte Michael Schmitt.

Dr. Reinhold-Hildenhagen dankte insbesondere den Mitarbeitenden für ihren engagierten Einsatz. Rund 55 Mitarbeitende sorgten dafür, dass der Klinikbetrieb mit etwa 300 Klientinnen und Klienten jährlich gut laufe. Denn es habe auch andere Zeiten gegeben, wie auch Dr. Hans Joachim Kronibus weiß. „Als ich 1995 an die Klinik kam, war der Zustand der Klinik nicht ansatzweise so gut wie heute“, sagte er. Dr. Hans Joachim Kronibus engagierte sich von Beginn an, initiierte und begleitete zahlreiche Entwicklungen innerhalb der Klinik. Dazu gehörte auch der Umbau in den Jahren 2005/2006 mit dem Anbau von Einzelzimmern.

Dr. Reinhold-Hildenhagen würdigte außerdem Kronibus' Fähigkeit, Menschen miteinander zu vernetzen – innerhalb der Klinik und darüber hinaus. Ein solches Netzwerk sei für eine Suchtklinik von großer Bedeutung. Es helfe Patient*innen, in der Behandlung anzukommen, Vertrauen zu fassen und den Weg zur Bewältigung ihrer Erkrankung zu beginnen. Auch die „Fürstenwälder Gespräche“ mit Expert*innen aus dem gesamten Bundesgebiet wurden von ihm initiiert. Selbst nach seinem ersten Anlauf, 2014 in den Ruhestand zu gehen, brachte er sich weiterhin engagiert ein und unterstützte die Klinik als Oberarzt, „dafür sind wir sehr dankbar“. Sein persönliches Anliegen fasste Kronibus in einem Satz zusammen: „Ich wollte immer die Menschen vernetzen.“

Im Anschluss erhielten die Besucher*innen während einer dynamischen Gruppentherapie einen lockeren Einblick in die Arbeit der Klinik. Als besonderer Gast war in diesem Jahr Dr. Klaus Becker dabei, Vorsitzender von „Recovery Deutschland“, einem 2025 gegründeten Verein. In seinem Vortrag sprach er über ein Leben nach der Sucht und über die Bedeutung von Recovery. Der Verein setze sich dafür ein, Recovery als einen individuellen, vielschichtigen und lebensbejahenden Prozess stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.

Und so gab es während des Jahresfestes Rückblick, Gegenwart und Ausblick: Das langjährige Engagement von Dr. Hans Joachim Kronibus wurde gewürdigt, richtete automatisch aber auch den Blick auf die gegenwärtige Arbeit im Haus sowie die Zukunft mit einem neuen Verein und neuen Ansätzen in der Suchttherapie und dem dazugehörigen Netzwerk. „Einblicke in die Arbeit der Klinik, die enorm wichtig für alle Beteiligten rund um die Therapie mit Suchterkrankungen sind“, sagt Michael Schmitt.

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