Pressemitteilung —
Drei angehende Diakon*innen
Die Prüfungen sind geschafft: Martin Burger, Martina Lingemann und Lena Schmeltzer haben die berufsbegleitende Diakon*innen-Ausbildung an der Hephata-Akademie für soziale Berufe erfolgreich abgeschlossen. Im November lassen sie sich in das Diakon*innen-Amt einsegnen.
Dreieinhalb Jahre Ausbildung haben mit einer schriftlichen Abschlussarbeit und der darauf folgenden mündlichen Prüfung kürzlich ihren Abschluss gefunden. Davor lernten die angehenden Diakon*innen im Blockunterricht neben dem Beruf in den Themenbereichen: Kommunikation des Evangeliums, Zugänge zu Religiosität und Spiritualität, Identitätsentwicklung, Kirche, Gemeinde und Diakonie im öffentlichen Raum, theologische Grundlagen religiöser Diversität, religionspädagogisches Handeln, Seelsorge und öffentliche Theologie. Die Seminare dazu finden in der Regel in 11 Blöcken im Jahr statt, meistens an drei Tagen pro Monat, für die die Auszubildenden meistens von ihren Arbeitsgeber*innen freigestellt werden. Die Ausbildungskosten betragen 50 Euro pro Block, mit Übernachtungen vor Ort beträgt die Pauschale 100 Euro.
„Das Diakonenamt bedeutet, durch die Arbeit am Nächsten, das Evangelium erfahrbar zu machen“, sagt Diakon Martin Mehl, Referent der Diakonischen Gemeinschaft und Dozent in der Diakon*innen-Ausbildung. „Wir freuen uns sehr, dass die drei Absolventen bereits in der Ausbildung Mitglieder der Diakonischen Gemeinschaft Hephata geworden sind und sich im Herbst dieses Jahres auch einsegnen lassen wollen.“ Erst durch die Einsegnung ins Amt werden die drei Absolvent*innen zu Diakon*innen.
Eine von ihnen ist Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin Lena Schmeltzer (37), Jugendreferentin im Evangelischen Kirchenkreis Marburg: „Durch die Ausbildung habe ich auf jeden Fall eine große neue Ressource entdeckt, nämlich, dass ich anhand des Glaubens auch ein ganz großes Handlungsfeld habe, das ich auf meinen Beruf in der Kinder- und Jugendarbeit beziehen kann. Und ich habe ganz viele tolle neue Menschen kennengelernt, auf die ich auch immer wieder zurückgreifen kann, wenn ich Fragen habe.“
Auch Kinderkrankenschwester Martina Lingemann aus Neuental-Zimmersrode, pädagogische Hilfsfachkraft in der Kinder- und Jugendhilfe Hephatas, zieht aus der Ausbildung wertvolle berufliche und persönliche Erkenntnisse: „Ich habe die Ausbildung zur Lektorin gemacht. Der Diakon, der uns unterrichtet hat, hat zu mir gesagt: ,Frau Lingemann, das wäre genau das Richtige für Sie!‘ Und somit habe ich mich beworben und die Ausbildung angefangen. Es hat mich persönlich und in meinem Glauben sehr viel weiter gebracht. Ich konnte meinen Glauben vertiefen. Ich konnte in meine Arbeit sehr viel einbringen und werde auch noch sehr viel einbringen.“
Ähnlich geht es auch Heilerziehungspfleger und Werksleiter der Hephata-WfbM Ziegenhain, Martin Burger: „Die Idee zu einer Ausbildung zum Diakon schwebte schon lange durch mein Leben. Im Anschluss an meine Heilerziehungspflege-Ausbildung wollte ich eigentlich noch schnell ein Jahr dranhängen, dann kam aber vieles dazwischen. Dann kommt es immer darauf an, wen man im Leben noch trifft, wer einem wann wie über den Weg läuft und wie man ins Gespräch kommt. So traf ich Stefan Zeiger im Kurs ,Mach doch mal die Andacht!‘ und habe danach meinen Dienstvorgesetzten angerufen und gefragt, wie es mit der berufsbegleitenden Ausbildung zum Diakon funktioniert. Ich bin froh, dass ich jetzt fertig bin mit der Ausbildung. Ich freue mich auf die Einsegnung im November. Danach geht das diakonische Tun erst richtig los.“
- Der nächste Kurs der berufsbegleitenden Ausbildung zu Diakoninnen und Diakonen startet im August. Bewerbungen sind noch bis Donnerstag, 18. Juni, möglich. Nähere Informationen gibt es bei: Diakon Martin Mehl, unter Tel.: 06691 18-1401 oder E-Mail: martin.mehl@hephata.de
BU: Freuen sich über die erfolgreichen Prüfungen: Diakonin Lisa Naujoks, Geschäftsbereichsleiterin Hephata-Akademie für soziale Arbeit, Lea Schmeltzer, Dozent Pfarrer Thorsten Garbitz, Martin Burger, Martina Lingemann, Diakon Martin Mehl, Diakonin Ute Kaisinger-Carli, Fachreferentin für Aus-, Fort- und Weiterbildung der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, und Hephata-Vorstand und Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft Hephata, Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt. (Foto: Hephata Diakonie / Melanie Schmitt)
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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)
In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.
Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.
Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.