Pressemitteilung —
Pflegeschüler ziehen positives Fazit nach Leitungsprojekt im Seniorenwohnheim
Drei Wochen lang waren sie nun die Chefs im Seniorenwohnheim Wiesenhof in Neustadt: 18 Auszubildende der Generalistischen Pflegeausbildung der Hephata Akademie für Soziale Berufe haben in den vergangenen Wochen das Seniorenwohnheim übernommen. Nun geben sie die Führung wieder ab. Und das Fazit ist deutlich: „Die Wichtigkeit dieses Projekts ist unumstritten“, sagt Monica Girardi, Abteilungsleiterin der Hephata-Akademie für soziale Berufe.
Während des Projekts führten die angehenden Pflegefachkräfte gemeinsam den Wohnbereich und stellten sich den Herausforderungen des pflegerischen Alltags. Unterstützt wurden sie dabei von erfahrenen Pflegefachpersonen, Praxisanleitenden und Dozentinnen der Pflegeschule die ihnen beratend zur Seite. Eine davon war Sylvia Zulauf, Tutorin des Kurses. Sie hat den Kurs „stets engagiert und professionell begleitet“, erklärt Monica Girardi. Viele Entscheidungen mussten die Auszubildenden jedoch eigenständig treffen und Verantwortung für ihre Handlungen übernehmen. „Hier erleben die Auszubildenden, was es bedeutet, Verantwortung zu tragen, Prozesse zu koordinieren und pflegerische Entscheidungen zu treffen.“
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der individuellen Betreuung der Bewohnerinnen und Bewohner. Die Auszubildenden wählten eigene Pflegeempfänger aus, führten umfassende pflegerische Analysen durch und überprüften die strukturierte Informationssammlung (SIS). Auf dieser Grundlage reflektierten sie pflegerische Maßnahmen und entwickelten Verbesserungsvorschläge. Damit wurde der Theorie-Praxis-Transfer auf eindrucksvolle Weise erlebbar, so Monica Girardi.
Besonders beeindruckend sei es gewesen, wie schnell die Schülerinnen und Schüler Verantwortung übernommen und sich gegenseitig unterstützt haben. Aus einer Lerngruppe sei ein echtes Team entstanden. Das sahen auch die Auszubildenden so: Die ersten Tage seien noch von Unsicherheit und vielen neuen Eindrücken geprägt gewesen, erinnert sich Auszubildende Yvonne Winskill. „Anfangs war vieles noch ungewohnt und teilweise etwas chaotisch. Doch schon nach kurzer Zeit wurden wir sicherer und konnten die Abläufe immer eigenständiger gestalten.“ Besonders wertvoll sei die enge Zusammenarbeit im Kurs gewesen. „Wir haben gelernt, uns aufeinander zu verlassen und die unterschiedlichen Stärken unserer Mitschülerinnen und Mitschüler zu nutzen.“
Auch Auszubildender Edward Kigozi bewertet das Projekt als vollen Erfolg. Anfangs sei er noch skeptisch gewesen, doch die drei Wochen hätten gezeigt, was die Klasse gemeinsam leisten könne. „Wir haben den Alltag organisiert, gestaltet und anschließend gemeinsam reflektiert. Dabei haben wir gezeigt, dass wir uns auf neue Situationen einstellen und Verantwortung übernehmen können.“ Seine Erfahrungen aus der Kinderkrankenpflege und der heilpädagogischen Arbeit habe er dabei erfolgreich auf die Arbeit mit Senior*innen und Senioren übertragen können.
Das Leitungsprojekt hat nicht nur fachliche Kompetenzen gefördert, sondern auch Teamgeist, Selbstständigkeit und Verantwortungsbewusstsein nachhaltig gestärkt, erklärt Monica Girardi.
An dem Projekt beteiligt waren: Elzara Akhmiedova, Robert Allan Kajubi, Jörg Battenberg, Yvonne Winskill, Sylvia Zulauf, Agnieszka Delsal, Adam Balogh, Mohamed Gouidra, Byamugisha John, Edward Kigozi, Florian Knieling, Nada El-Barre, Shadi Zare, Rana Ekmekcio, Claudia Destefanis, Marta Badenksa, Bert-Jonas Mack, Akshay Benny, Johanna Schimeck und Emely Neumann
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