Pressemitteilung —
Hephata: Malte Scheff ist neuer Regionalverbundleiter der Jugendhilfe Nord
„Keiner kann alles wissen, jeder muss mitdenken, Innovation schaffen, autonom und verantwortungsvoll sein. Nur gemeinsam können wir an Herausforderungen arbeiten.“ Das sagt Malte Scheff. Der 37-Jährige ist seit Oktober Regionalverbundleiter Nord, damit Teil des Leitungsteams Nord und der Regionalleitung Nord der Jugendhilfe Hephatas nachgeordnet.
„Ich bin kein Typ für starke Hierarchien. Einer muss am Ende des Tages die Entscheidung treffen, das bin schon ich. Trotzdem brauche ich Input, Reibung und Diskussion mit meinen Kolleginnen und Kollegen.“ Malte Scheff hat sein Büro in Eschwege. Er ist zuständig für die Landkreise Werra-Meißner und Hersfeld-Rotenburg. Hier arbeiten für die Hephata-Jugendhilfe Nord 100 Frauen und Männer in neun vollstationären, teilstationären und ambulanten Angeboten, darunter ein Mutter-Kind-Wohnen, Tagesgruppen, Betreutes Wohnen und Wohngruppen. Zudem ist der 37-Jährige für die Schulsozialarbeit der Hephata-Jugendhilfe in beiden Landkreisen verantwortlich.
Vom Autohaus in die Soziale Arbeit
„Ich komme aus einer sozialen Familie, irgendwie war mein Weg, glaube ich, vorbestimmt.“ Doch der Einstieg war eher ungeplant: Malte Scheff wollte sein Schulpraktikum bei einem Autohaus in Göttingen absolvieren, seine Bewerbung ging unter, er hatte keinen Platz, die Rettung war der Kindergarten seiner Mutter. „Ich habe in der Kita viel Spaß gemacht und gehabt, das hat mich erfüllt. Nach dem Praktikum war klar, in die Richtung gehe ich auch.“
Scheff machte seinen Realschulabschluss, im Anschluss eine Ausbildung zum sozialpädagogischen Assistenten, dann die Erzieherausbildung, während der er auch seine Fachhochschulreife ablegte, und schließlich seinen Bachelor der Sozialen Arbeit. Sein Anerkennungsjahr absolvierte er im sozialen Dienst eines Krankenhauses: „Ich fand es immer spannend, über den Tellerrand zu schauen.“ Danach stieg er im Mai 2014 bei einem diakonischen Träger in Neumünster ein. Hier war er zunächst als Mitarbeiter in einer Wohngruppe zur Verselbstständigung von Jugendlichen tätig. Vier Monate später übernahm er die Leitung, die Gruppe wurde zu einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge.
Zweieinhalb Jahre begleitete Malte Scheff die Entwicklung, dann übernahm er die Teamleitung zunächst für ein, später für zwei ambulante Teams der Familienhilfe und der Eingliederungshilfe für Menschen mit psychischen Behinderungen im Betreuten Wohnen und ambulanter Angebote. Nach weiteren fünf Jahren wurde er Bereichsleiter mehrere Einrichtungen, unter anderem einer Inobhutnahme, einer Mädchen-Wohngruppe, einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und eines Teams der Bereitschaftspflege mit insgesamt 40 Mitarbeiter*innen. Dann bot ihm die Norddeutsche Gesellschaft für Diakonie zusätzlich eine Bereichsleitung im Heilpädagogischen Kinderheim Bad Segeberg an. Für weitere 40 Mitarbeiter*innen war Malte Scheff damit in Leitungsverantwortung. Zusätzlich absolvierte er eine Ausbildung zum Systemischen Berater.
Für Hephata entschieden
Ein Schicksalsschlag in der Familie vor zweieinhalb Jahren gab den Anstoß, über die weitere Lebensplanung nachzudenken: „Mein Bruder ist auf dem Weg von der Arbeit bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das war ein einschneidendes Erlebnis. Wir waren in dieser Zeit oft bei meiner Mutter in Göttingen und haben dann als Familie beschlossen, wieder dorthin zu ziehen. Es fühlt sich nach wie vor gut und richtig an, auch, dass ich mich für die Hephata Diakonie entschieden habe.“
Hier stehen mehrere interessante Projekte auf dem Plan. „Wir haben im Februar die Eins-zu-eins-Betreuung Villa Blickwinkel als ein intensivpädagogisches Angebot eröffnet und wollen dies weiter ausbauen.“ Auch die Erweiterung des ambulanten Bereichs im Landkreis Hersfeld-Rotenburg sowie weitere Angebote in Eschwege sind in Planung. „Wir denken die Region Nord weiter, wollen weiter Richtung Thüringen blicken und den Landkreis Göttingen ausbauen“, so Scheff. „Die Kinder- und Jugendhilfe wird es immer geben, die Gegebenheiten sind jedoch schwieriger als noch vor fünf Jahren. Die Angebote müssen deutlich früher anfangen. Kamen die Kinder früher mit 12, 14 Jahren zu uns, sind sie jetzt 8 oder 9 Jahre alt. Zeitgleich werden die Gelder öffentlicher Haushalte immer knapper. Intensivpädagogische Einrichtungen sind stark gefragt, Tagesgruppen neben der Schule und ambulante Hilfen.“
Familie und Freunde
Malte Scheff freut sich auf die anstehenden Projekte. „Ich brauche Arbeit, um glücklich zu sein. Eine sinnstiftende Arbeit in der sozialen Welt ist sehr bereichernd für das eigene Leben. Gemeinsame Erfolge im Team, gemeinsam stolz sein auf das Erreichte, das ist mir wichtig und führt dazu, dass ich zufrieden nach Hause gehen kann.“
Zuhause – das sind seine Frau Franziska und Tochter Annalotta (11). „Wir verbringen sehr viel Zeit als Familie gemeinsam, sind mit Freunden unterwegs und viel draußen.“ Außerdem spielt Malte Scheff gerne Fußball und engagiert sich im Round Table 89 in Göttingen: Ein Service-Club, dessen Mitglieder sich mit gesammelten Spenden für Projekte einsetzen. „Ich versuche, das Leben zu genießen.“
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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)
In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.
Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.
Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.