Pressemitteilung -
Hephata: Feuerwehr übt auf Gut Halbersdorf
Notfall auf Gut Halbersdorf der Hephata Diakonie bei Spangenberg: Im Strohlager über den Rinder- und Schweine-Ställen ist ein Mensch eingeklemmt. Die Freiwillige Feuerwehr Spangenberg rückt mit drei Einsatzfahrzeugen, Drehleiter und Atemschutzgeräteträgern an. Der eingeklemmte Mensch kann gerettet werden, nach 75 Minuten ist der Einsatz beendet.
Das war das Szenario einer Übung der Freiwilligen Feuerwehr Spangenberg, die kürzlich auf Gut Halbersdorf stattfand. „Wir kooperieren schon seit Jahren eng mit der Einsatzabteilung und der Drohnenstaffel der Feuerwehr Spangenberg“, sagt Hans-Jürgen Duwe, Mitarbeiter in der Kartoffelverarbeitung auf Gut Halbersdorf und ehrenamtlich engagiert in der Feuerwehr. Duwe war an der Übung auf dem Gut der Sozialen Rehabilitation Hephatas dann auch als Gruppenführer beteiligt.
Drohnenstaffel übt hier regelmäßig
„Aufgrund der Größe und den Gegebenheiten des Guts, bietet es sich an, hier verschiedene Szenarien zu üben und zu trainieren, die im öffentlichen Raum schwer umsetzbar sind“, so Duwe. So übt beispielsweise die Drohnenstaffel der Spangenberger Feuerwehr sechs bis sieben Mal im Jahr auf dem Gelände des Guts. Die Drohnenstaffel kommt unter anderem für die Lageerkundung, Dokumentation aber auch Personensuche zum Einsatz. Dabei ist eine Übung im öffentlichen Raum mit großem Aufwand verbunden. Über privatem Gelände, wie dem des Guts, sieht das anders aus. Zusätzlich trainieren die Feuerwehr-Einsatzkräfte hier einmal im Jahr die vorgeschriebene Evakuierung der Einrichtung für Menschen mit chronischen Abhängigkeitserkrankungen und /oder psychischen Erkrankungen. Und auch simulierte Notfall-Einsätze wie eine Personenbergung.
Ein Mensch wird vermisst
Der simulierte Anruf erreicht den Stützpunkt um kurz nach 19 Uhr. Die Informationen sind dürftig: Ein Mensch wird im Strohlager vermisst. Er hatte dort gearbeitet, ein Kollege hörte noch einen kurzen Schrei und ein Poltern, danach nichts mehr. „Gerade Einsätze mit wenigen Informationen machen einen Einsatz interessant, aber auch herausfordernd“, so Duwe.
Insgesamt rücken 22 Feuerwehrleute unter Leitung von Gruppenführer Heiko Ditzel aus. Vor Ort stellt sich heraus: Die Kohlenstoffmonoxid-Warngeräte schlagen an, es ist von einem Sauerstoffmangel, sowohl bei dem Verunglückten als auch für die Einsatzkräfte, auszugehen. Die vier Atemschutzgeräteträger sind gefragt. Sie finden das Unfallopfer eingeklemmt zwischen mehreren Strohballen, versorgen ihn mit Atemluft, stabilisieren seine Wirbelsäule, legen ihn auf eine Schleifkorbtrage und befreien ihn mit einem pneumatischen Hebekissen. Um weitere Verletzungen zu vermeiden, ist eine Rettung in der Waagerechten per Drehleiter geplant.
Die Drehleiter funktioniert nicht
Doch es tritt ein simuliertes Problem auf: Die Drehleiter funktioniert nicht. Die Einsatzkräfte müssen neu überlegen: Wie können sie den Verletzten möglichst schonend und doch schnell retten? Sie stellen eine Steckleiter an die Scheunenwand und lassen den Plastikschlitten mit Seilen gesichert, langsam herabgleiten. Unten angekommen, wird der Verletzte an einen fiktiven Rettungsdienst übergeben: Diese Rolle übernehmen Kollegen der Feuerwehr, die sich auch im Rettungsdienst engagieren.
Hans-Jürgen Duwe: „Die Übung ist sehr gut gelaufen. Übungen dieser Art haben den Vorteil, dass die Einsatzkräfte ungestört üben können und zeitgleich die Gebäude, Gelände und Klient*innen des Guts kennen lernen. Im Ernstfall kann so wertvolle Zeit gespart werden.“
BU: Gruppenführer Hans-Jürgen Duwe (links) mit fünf Feuerwehrleuten der Freiwilligen Feuerwehr Spangenberg bei der Lageeinweisung (Foto: Karl Brunsen).
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