Pressemitteilung —
Zehn Schultüten und ein neuer Anfang: Schulstart an der neuen Hephata Grundschule
Die Tische stehen bereit, die ersten Ranzen sind ausgepackt – und an diesem Morgen ist in den neuen Räumen der Grundschule Hephata endgültig Leben eingezogen. Zehn Erstklässler gehören zu den insgesamt 26 Kindern, die nun als erste Schülerinnen und Schüler ihre Schullaufbahn an der neu gegründeten Schule beginnen oder fortsetzen. Was vor wenigen Monaten noch Baustelle war, ist inzwischen Lernort, Treffpunkt und Klassenzimmer.
Für die neue Schule ist der Start zugleich das Ergebnis einer langen Entwicklung. Denn rund zehn Jahre Vorlaufzeit liegen hinter der ersten Schulstunde. Rolf Muster, ehemaliger Schulleiter, hat diese Entwicklung über viele Jahre begleitet und lies sich diesen besonderen Tag nicht entgehen. „Ich habe ein gutes Gefühl. Seit 2015 waren wir in der Planung und gerade in der letzten Phase war es wirklich toll zu sehen, wie das Team zusammengearbeitet hat – Wahnsinn“, sagt er.
Die neue Grundschule schließt dabei eine Lücke im Angebot der Hephata Schulen. „Dass aus einer Idee Wirklichkeit geworden ist, ist schon etwas Besonderes“, sagt der neue Leiter der Hephata Schulen, Michael Gräser. Die Erweiterung um eine Grundschule sei ein wichtiger Schritt: Die pädagogische und inhaltliche Ausrichtung der Hephata Schulen könne damit von Anfang an weitergedacht werden. „Damit schließt sich ein Kreis“, so Gräser.
Die Räume wirken hell und offen. Tische lassen sich verschieben, Stühle können je nach Bedarf unterschiedliche Lernpositionen ermöglichen und Lernnischen laden zum Arbeiten oder Entspannen ein. „Im Mittelpunkt steht das offene und individuelle Lernen. Die Kinder sollen in ihrem eigenen Tempo lernen, Interessen verfolgen und zunehmend selbst Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen“, erklärt Gräser.
Das Einzugsgebiet der Schule reicht aktuell rund 30 Kilometer rund um Schwalmstadt. Für die Eltern, die ihre Kinder an der neuen Schule angemeldet haben, ist die pädagogische Ausrichtung ein entscheidender Punkt: Nachdem die Schule in Allendorf geschlossen wurde, habe man sich beispielsweise nach einer Alternative umgesehen: „Wir sind vom offenen Konzept überzeugt und hoffen, dass unser Kind hier eine schöne Schulzeit haben wird“, sagt Michael Nau aus Rommershausen. Von der Hephata-Grundschule erhofft sich die Familie vor allem eine individuelle Förderung. Gerade die kleinen Gruppen könnten den Kindern zugutekommen, sagt Nau. Dass auch die Waldpädagogik Bestandteil des Schulkonzepts ist, passt für die Familie ebenfalls gut. „Wir kommen aus der Landwirtschaft“, erzählt er – das Lernen außerhalb des klassischen Klassenraums und der Bezug zur Natur seien deshalb für sie besonders stimmig.
Auch Julia Schmidt aus Treysa hat sich bewusst für die neue Schule entschieden. Für sie ist vor allem der Umgang mit Leistung und Lernen wichtig. „Keine Noten – und loslassen von diesem sturen Sitzen. Ich denke, dass das den Kindern sehr gut tun wird“. Ihr gefalle die Vorstellung, dass die Kinder ihren eigenen Lernweg mitgestalten können. Auch die kleinen Lerngruppen sieht sie als Vorteil. „Wir erhoffen uns mehr Zeit für das einzelne Kind und ein genauerer Blick darauf, was ein Kind tatsächlich braucht.“
Genau darin liegt einer der Grundgedanken der Hephata-Grundschule. Leistung soll nicht in erster Linie bedeuten, besser oder schlechter als andere Kinder zu sein. Entscheidend sei vielmehr der persönliche Lernfortschritt, so Michael Gräser. Nun startet beziehungsweise geht für 26 Kinder ein neues Kapitel weiter: an einer Schule, die ihnen möglichst viel Raum für ihren eigenen Lernweg geben soll.
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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)
In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.
Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.
Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.