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Pressemitteilung

Vom Computerspiel aufs Feld: Hephata-Berufsschüler zeigen Schülern des Schwalmgymnasiums ihr Können

Traktoren steuern, Felder bestellen oder Ställe planen – und das nicht nur im Computerspiel, sondern mitten in der landwirtschaftlichen Ausbildung: Elf Schüler des Schwalmgymnasiums hatten dazu nun die Möglichkeit. Denn: Während ihrer Projektwoche besuchten sie die Hephata-Berufsschule in Schwalmstadt. Dort zeigten die Berufsschüler, wie digitale Technik und Praxis zusammenkommen und was der Landwirtschafts-Simulator „LernAcker“, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde, mit echter Ausbildung zu tun hat.

Initiiert wurde das Schul-Projekt von den Jugendlichen Curd Diehl, Thore Diehl und Finn Zeiß, erzählt Lehrkraft und Schulseelsorgerin am Schwalmgymnasium, Monika Dieling. Die elf Schüler – neun aus der sechsten und zwei aus der fünften Klasse – verbindet vor allem eines: Ihre Begeisterung für Landwirtschaft und Technik, erzählen sie selbst. „Zuhause habe ich bereits 1250 Stunden mit dem Spiel verbracht“, erzählt Finn Zeiß. Zu Hause nutzt er ein eigenes Lenkrad, einen Joystick und ein Dashboard mit mehr als 50 frei belegbaren Tasten. „Im Spiel sind die verschiedenen Jahreszeiten abgebildet. Es wird nie langweilig“, erzählt er. Auch einige andere Schüler verbringen einen Teil ihrer Freizeit mit dem Landwirtschafts-Simulator. „Da hatten wir uns überlegt, so einen Simulator – also die Hardware – während der Projekttage mal selbst zu bauen“, erzählt er. Ergänzung kam dann von Lehrkraft Monika Dieling: Sie erzählte den Schülern, dass der LernAcker tatsächlich Teil der Berufsausbildung bei der Berufsschule Hephatas ist. Also klopften sie bei der Berufsschule für einen Projekttag an die Tür an. „Und für uns ist das super. Unsere Schüler können so auch mal stolz zeigen, was sie können und was wir für eine moderne Ausbildung bieten“, erzählt Christian Hauser, Lehrer an der Hephata-Berufsschule.

Schon vor dem Besuch bei Hephata hätten sich die Schüler intensiv mit ihrem Thema beschäftigt. Sie erstellten eine Präsentation zum Landwirtschafts-Simulator, entwickelten eigene Ideen und bauten die Hardware für ihr Projekt. Eine Tastatur wurde zerlegt, Bauteile verlötet und ein eigenes Gehäuse mit Stichsäge und Akkubohrer gebaut, erklärt Lehrerin Monika Dieling.

In der Berufsschule stellten die Berufsschüler dann den digitalen LernAcker vor. Hier trainieren die Auszubildenden mit moderner Simulations- und Steuerungstechnik verschiedene Arbeitsabläufe aus der Landwirtschaft. „Für die Jugendlichen ist das eine besondere Erfahrung. Das, was sie bislang nur aus dem Spiel kannten, findet hier tatsächlich Anwendung in der Berufsausbildung“, sagt Monika Dieling.

Wie eng Simulation und Wirklichkeit miteinander verbunden sein können, zeigte auch Lehrer Christian Hauser. Gemeinsam beschäftigten sich die Schüler und Auszubildenden während des Projekttages mit unterschiedlichen Haltungsformen von Schweinen. Welche Ställe können gebaut werden? Welche Haltung ist besonders tiergerecht? Antworten auf diese Fragen suchten die Jugendlichen und Auszubildenden sowohl im Simulator als auch im gemeinsamen Austausch. Denn die Auszubildenden arbeiten während ihrer Lehrzeit auf landwirtschaftlichen Betrieben, wie dem Hofgut Richerode sowie auf dem Gut Halbersdorf der Hephata Diakonie. Einer von ihnen ist Florian Schlemme. Der Berufsschüler erklärte den Schülern, wie Maschinen gepflegt werden, welche Arbeiten mit dem Traktor erledigt werden und wie Stallanlagen geplant werden können. „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagt er. Und berichtet von seinen Erfahrungen, unter anderem in der Tierhaltung. „Auf den Höfen werden unter anderem Schweine, Rinder, Schafe und Hühner gehalten.“

Für die Schüler des Schwalmgymnasiums bot der Besuch weit mehr als nur einen Ausflug. „Sie haben einen ersten kleinen Einblick in einen Berufszweig erhalten“, erklärt Monika Dieling. Und auch die für die Auszubildenden bot der Tag etwas Besonderes: „Es hat viel Spaß gemacht, den Schülern zu zeigen, was wir hier machen und wie modern und spannend unsere Ausbildung sein kann“, sagt Florian Schlemme.

BIldunterschrift:
Schauten sich gemeinsam den LernAcker an: von links Christian Hauser, Florian Schlemme, Leander Grober, Jannik Besse, Monika Dieling, Felix Pruß, Marvin Schulz, Curd Diehl, Kerstin Seeger, Kim Bauer, Barbara Berg, Sinan Ehren, Lorenz Margraf. Vorne: Theo Schiel, Justus Göhring, Thore Diehl, Lias Kusber, Ben Gerlach, Finn Zeiß, Louis Zeiß, Henry Lieske.

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Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

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