Pressemitteilung -
Olga Pugach ist die neue Fachärztin am Hephata-MVZ
„Medizin gehört zu meinem Leben, ich kann mir nichts anderes vorstellen“, sagt Olga Pugach (39). Sie verstärkt als Fachärztin für Neurologie seit September 2025 das Team des Hephata-MVZ am Standort Schwalmstadt-Treysa.
Dabei führte sie ihr Weg zunächst in die Kinderheilkunde. „Ich wollte als Kind schon Kinderärztin werden.“ Ihr Vater war Chefarzt einer Kinderklinik in Kasachstan, Olga Pugach und ihre Schwester wuchsen mit Medizin und Krankenhausalltag auf. „Ich habe schon als Kind Ärztin gespielt und meine Kuscheltiere behandelt.“
Ihr Studium der Kindermedizin absolvierte sie von 2003 bis 2009 an der Staatlichen Medizinischen Akademie in Karaganda, Kasachstan, und schloss dieses mit dem Diplom ab. Danach arbeitete sie an der Staatlichen Medizinischen Akademie für Medizin in Tscheljabinsk, Russland. Hier erwarb sie 2010 ihr Zertifikat als Fachärztin und ging im selben Jahr nach Deutschland, wo sie zunächst in der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe des Robert-Bosch-Krankenhauses ein Freiwilliges Soziale Jahr (FSJ) absolvierte.
Im Anschluss belegte sie den Vorbereitungskurs auf die Kenntnisprüfung für Ärzt*innen aus Nicht-EU-Staaten in Weimar und arbeitete zeitgleich als Assistenzärztin in der Fachklinik für Orthopädie und Innere Medizin im Heilbad Heiligenstadt. Im Juni 2014 erlangte Olga Pugach dann ihre deutsche Approbation und wurde im selben Jahr Mutter.
„Ich schätze die familiäre Atmosphäre“
Sie zog in die Schwalm und begann nach zwei Jahren Elternzeit Ende 2016 ihre neurologische Fachausbildung in Teilzeit an der damaligen Hephata-Klinik für Neurologie. „Die Liebe zur Neurologie kam durch Herrn Prof. Dr. Geert Mayer. Mir hat gefallen, wie er Zusammenhänge erklären konnte und mit den Patientinnen und Patienten umgegangen ist.“ Olga Pugach blieb Hephata auch nach dem Ausscheiden des ehemaligen Chefarztes treu – und auch als im September 2025 die Neurologie geschlossen werden musste.
„Ich schätze die familiäre Atmosphäre, fühle mich hier gut aufgenommen und unterstützt. Ich konnte mich nicht trennen und habe mich sehr bewusst für die neurologische Ambulanz Hephatas entschieden, auch wegen meiner Patientinnen und Patienten. Viele der Menschen mit Behinderungen, die ich schon vorher behandelt habe, betreue ich jetzt ambulant weiter. Das ist mir wichtig.“
Multiple Sklerose, Schlafmedizin und Parkinson
Seit ihrer Prüfung zur Fachärztin Ende April 2025 ist die 39-Jährige neben Dr. Sirous Javidi als Neurologin am Hephata-MVZ in Schwalmstadt-Treysa angestellt. Ihre Schwerpunkte sind die Diagnose und Therapie der Multiplen Sklerose (MS), künftig auch die Schlafmedizin und die Parkinson-Erkrankung. Zum Frühjahr will Olga Pugach am MVZ-Standort Treysa die medizinische Botox-Behandlung anbieten – danach, im Laufe des Jahres, auch die Betreuung von Menschen mit Epilepsie, die einen Vagusnervstimulator (VNS) tragen, und die Begleitung von Parkinson-Betroffenen unter Pumpentherapie, einem der modernsten Behandlungsverfahren bei Parkinson. Zudem wird Olga Pugach perspektivisch auch stundenweise am zweiten Hephata-MVZ-Standort in Alsfeld tätig sein.
„Wenn ich ein Ziel habe, muss ich es erreichen. Es motiviert mich sehr, wenn ich Menschen helfen kann.“ Auch, weil sich die Medizin auf dem Gebiet der Neurologie in den vergangenen Jahrzehnten stark entwickelt habe. „Menschen, die 1980 die Diagnose MS hatten, waren in der Regel deutlich mehr eingeschränkt als es Patientinnen und Patienten heute sind. Seit gut 20 Jahren können die meisten dank neuer Therapiemöglichkeiten ein viel besseres Leben führen. Auch die Therapie von Menschen mit Epilepsie hat sich im gleichen Zeitraum stark verbessert. Es ist ein Erfolg in der Behandlung da, das motiviert mich zusätzlich. Das sage ich oft auch meinen Patientinnen und Patienten: Nicht aufgeben!“
Ein Motto, dass sie auch selbst lebt. Gemeinsam mit ihrer elfjährigen Tochter, einem Hund und einer Katze lebt sie in der Schwalm und sucht die körperliche Herausforderung. „Wir sind sehr aktiv, wandern gerne, sind viel in der Natur unterwegs und beobachten Tiere, freuen uns an Blumen und Kräutern.“ Ein weiteres Hobby ist das Lesen historischer und medizinischer Literatur. „Außerdem habe ich gerne Kontakt mit älteren Menschen, weil man da immer etwas dazu lernt. Das ist auch oft bei meinen Patientinnen und Patienten so.“
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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)
In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.
Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.
Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.