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Pressemitteilung -

Großer Zuspruch: Hephata-Grundschule startet in diesem Jahr

Die Hephata Diakonie baut ihr Bildungsangebot weiter aus: Zum Schuljahr 2026/2027 soll die private Grundschule in Treysa in diakonischer Trägerschaft starten. Jetzt fanden die ersten Informationstage statt, die auf großes Interesse stießen – alle Anmeldeunterlagen für das kommende Schuljahr wurden direkt mit nach Hause genommen, berichtet Rolf Muster, Leiter des Geschäftsbereichs Schulen der Hephata Diakonie.

Ursprünglich habe das Grundschul-Team rund um Rolf Muster mit etwa 60 Anmeldungen für die Info-Veranstaltungen gerechnet - doch eine deutlich höhere Zahl an Interessenten sahen sich die zukünftige Grundschule an der Waldemar-Friauf-Straße an zwei Tagen an und konnten sich dabei mit den zukünftigen Lehr- und pädagogischen Fachkräften über das Konzept austauschen.

„Die Idee für eine Hephata-Grundschule reicht bis ins Jahr 1996 zurück“, sagt Rolf Muster. „Damals war ein integratives Grundschulkonzept noch die Ausnahme. Heute arbeiten nahezu alle Grundschulen in Hessen inklusiv. Unser Ansatz geht deshalb bewusst weiter: eine Grundschule in diakonischer Trägerschaft, getragen von christlichen und humanistischen Werten, mit konsequent individueller Förderung und einem besonderen Schwerpunkt der Schule als Bildungs- und Lebensort.“

Die finale Genehmigung des Landes Hessen ging im Oktober 2025 ein. Mit der geplanten Eröffnung der Grundschule entsteht nun eine durchgängige Bildungsachse von der Kindertagesstätte bis zum Ende der Grundschulzeit, die sich beide in unmittelbarer Nähe befinden. „Die Schule entsteht in direkter Nachbarschaft zur Hephata-Kindertagesstätte – so ermöglichen wir eine kontinuierliche Bildungsbiografie von null bis zehn Jahren“, stellt Rolf Muster dar.

Geplant sind zunächst bis zu vier Lehrkräfte und zwei jahrgangsgemischte Stammgruppen mit jeweils rund 20 Kindern. Die Schule arbeitet mit flexiblem Schuleingang (Flex): „Die ersten beiden Grundschuljahre können je nach Lernentwicklung in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen werden“, erklärt Rolf Muster. Die pädagogische Konzeption wurde über mehrere Jahre von den Lehrkräften Nadine Falkenberg und Regina Wagner entwickelt. Beide hospitierten an erfolgreich arbeitenden und alternativen Grundschulen in ganz Deutschland und bündelten tragfähige Ansätze zu einem eigenständigen Hephata-Konzept. „Wir haben uns die innovativ-bewährten Konzepte quasi raus gepickt und hier zusammengetragen“, erklärt Regina Wagner.

Zentrales Ziel ist individuelles Lernen statt Leistungsvergleich. Kinder formulieren eigene Lernziele, arbeiten nach gemeinsamen Input-Phasen an persönlichen Lernplänen und reflektieren ihre Entwicklung regelmäßig in Gesprächen mit Eltern und Lehrkräften. Leistung wird als persönlicher Lernfortschritt verstanden, nicht als Vergleich mit anderen.

„Wir orientieren uns am Lehrplan, aber die Kinder gestalten ihre Lernwege aktiv mit“, erläutert auch Lehrkraft Tania Schneider. Klassischer Frontalunterricht tritt zugunsten eigenverantwortlicher und kooperativer Lernformen in den Hintergrund. Ein Beispiel ist das während der Info-Veranstaltungen vorgestellte „Blumentopf-Prinzip“: Vom Säen bis zur ausgewachsenen Pflanze begleiten Kinder einen vollständigen Lernprozess selbstständig, während Lehrkräfte individuell unterstützen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Waldpädagogik, den Geraldine Kunz - zertifizierte Waldpädagogin - verantwortet. Natur- und Lebensweltbezüge sind fester Bestandteil des Unterrichts. Eine Küche ist ebenfalls in einem der Klassenräume integriert, die von den Schülerinnen und Schülern projektbezogen genutzt werden soll.

Außerdem werden regelmäßig außerschulische Lernorte genutzt, etwa Natur- und Waldflächen oder Partnerorte im Hephata-Umfeld. Sport findet in der Turnhalle der Hermann-Schuchard-Schule statt, Musikunterricht in den Räumlichkeiten der Hephata-Akademie, das Mittagessen in der Cafeteria Oase. Die Kinder werden dabei stets von ihren Lehrkräften begleitet.

Parallel zur pädagogischen Entwicklung sollen die räumlichen Voraussetzungen weiter ausgebaut werden. Der Schulhof soll neu gestaltet werden; perspektivisch sind ein Anbau sowie zusätzliche Sanitäranlagen vorgesehen.

Für das kommende Schuljahr 2026/2027 sind noch einige wenige Plätze frei. Anmeldungen können noch bis zum 16. März beim Sekretariat eingereicht werden. E-Mail: grundschule-team@hephata.de, Telefon: 06691 / 18-1311. Weitere Infos: www.hephata.de/grundschule

Fragen und Antworten zur geplanten Hephata-Grundschule in Treysa

Wo befindet sich die neue Grundschule?

An der Waldemar-Friauf-Straße 27 in Treysa, dem ehemaligen Gebäude der Friedrich-Trost-Schule Hephatas. Das Gelände grenzt an die integrative Kindertagesstätte Hephatas. Die Wiese zwischen Kindergarten und Grundschule soll künftig der Grundschule als Schulhof dienen. Anbauten sind geplant und werden voraussichtlich in 2027 realisiert.

Was ist das Besondere an der neuen Grundschule?

Die Schule arbeitet mit stark individualisiertem Lernen statt klassischem Frontalunterricht. Kinder lernen in ihrem eigenen Tempo, setzen sich persönliche Ziele und werden eng begleitet.

Wie lernen die Kinder konkret?

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten nach einem gemeinsamen inhaltlichen Impuls weiter an individuellen Lernplänen. Sie dokumentieren ihre Fortschritte und reflektieren ihre Ziele regelmäßig mit den Lehrkräften.

Gibt es Noten und Klassenarbeiten?

In den ersten Jahren stehen Lernentwicklung und persönlicher Fortschritt im Mittelpunkt. Rückmeldungen erfolgen vor allem über Lernentwicklungsgespräche mit allen Beteiligten und -berichte statt über klassische Noten.

Die Schülerinnen und Schüler entscheiden selbst innerhalb eines festgelegten Zeitraumes, wann sie bereit zur Überprüfung des Lernstoffes sind. Diese Überprüfung orientiert sich an drei Kompetenzstufen, die die individuelle Lernentwicklung abbilden.

Was bedeutet jahrgangsgemischtes Lernen?

Die Kinder lernen in sogenannten Stammgruppen mit bis zu 20 Kindern in unterschiedlichen Altersstufen. Jüngere profitieren von den Älteren, Ältere vertiefen ihr Wissen durch Erklären und Unterstützen.

Was ist der flexible Schuleingang (Flex)?

Die ersten beiden Grundschuljahre können je nach Entwicklung in ein, zwei oder drei Jahren durchlaufen werden. So wird Über- oder Unterforderung vermieden.

Welche Rolle spielt die Natur- und Waldpädagogik?

Naturerfahrungen sind fester Bestandteil des Unterrichts. Lernen findet regelmäßig draußen und an außerschulischen Orten statt, um Lebensweltbezüge zu stärken.

Ist die Schule inklusiv?

Ja. Kinder mit und ohne Förderbedarf lernen gemeinsam. Individualisierung und enge Begleitung ermöglichen unterschiedliche Lernwege innerhalb einer Gruppe. Der Aufnahme von Kindern mit Förderbedarf ist fachliche Abstimmung zwischen den Erziehungsberechtigten und dem Lehrkräfte-Team vorangestellt, um Erwartungen und Möglichkeiten abzugleichen.

Wird nach dem hessischen Lehrplan unterrichtet?

Ja. Die Schule orientiert sich vollständig am Lehrplan des Landes Hessen, setzt ihn aber methodisch individualisiert um.

Welche Werte prägen die Schule?

Die Schule ist evangelisch geprägt und orientiert sich an christlich-humanistischen Werten wie Respekt, Verantwortung und Gemeinschaft.

Wie hoch sind die Kosten?

Die Grundschule ist staatlich genehmigt und in privater Trägerschaft der Hephata Diakonie. Die Kosten pro Schülerin/Schüler liegen bei 130 Euro inkl. Mittagessen, bei Geschwisterkindern erfolgt eine Sozialstaffelung.

Wann startet der Unterricht?

Der Unterricht findet montags bis freitags von 8:00 Uhr bis 13:00 Uhr, sowie dienstags, mittwochs und donnerstags von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr statt. Es gibt eine tägliche „Komm-Zeit“ ab 7.30 Uhr.

Bildunterschrift:

Das Grundschul-Team der Hephata-Grundschule Treysa (von links): designierter Leiter Geschäftsbereich Schulen Michael Gräser (ab 01.08.2026), Leiter Geschäftsbereich Schulen Rolf Muster, Lehr- und pädagogische Fachkräfte Regina Wagner, Daniel Schlitt, Geraldine Kunz, Stefanie Priester (Sekretariat), stellv. Schulleiterin Tamara Schreiber, sowie die Leiterin der HSS Astrid Meyer-Breither; vorne: Maren Thamer (Sekretariat) und Sozialpädagogin Tania Schneider.

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Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

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