Direkt zum Inhalt springen
Vor der Schreinerei am Herzberg (von links): Einrichtungsleiter Thomas Schmidt, CDU-Landtagsabgeordnete Stefanie Klee und kaufmännischer Direktor Stefan Gerland.

Pressemitteilung

CDU-Landtagsabgeordnete Stefanie Klee informiert sich über Teilhabe und Suchthilfe in Breitenbach

Die hessische Landtagsabgeordnete Stefanie Klee (CDU) hat die Einrichtungen „Herzberghaus“ der Hephata Diakonie in Breitenbach am Herzberg besucht. Im Mittelpunkt standen die Teilhabe von Menschen mit psychischen Erkrankungen, Angebote der Suchthilfe sowie die enge Verzahnung verschiedener Unterstützungsangebote vor Ort.

Ihre erste Station war die Schreinerei am Herzberg, eine anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung (WfbM). Dort arbeiten bis zu 60 Menschen mit Suchterkrankung und/oder seelischer Behinderung. Die Beschäftigten fertigen in den Bereichen Schreinerei und Drechslerei verschiedene Produkte aus Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft: Von Drechselwaren bis hin zur Kleinserienfertigung von Gartenmöbeln. Darüber hinaus bietet die Arbeitsgruppe Dienstleistungen in den Bereichen Garten- und Landschaftsbau, Aktenvernichtung und der DIN VDE Prüfung elektrischer Geräte und Anlagen an.

Gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Hohenroda, Andre Stenda, informierte sich Stefanie Klee über die Arbeits- und Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen sowie über die Bedeutung der Einrichtungen für die Region.

Stefanie Klee ließ sich die verschiedenen Arbeitsbereiche zeigen und kam mit Beschäftigten ins Gespräch. Dabei zeigte sie sich beeindruckt von der Arbeit vor Ort.: „Ich bin begeistert, wie sie hier kreativ mit Holz arbeiten!“

Anschließend besuchte sie das Herzberghaus, eine sozialtherapeutische Einrichtung zur sozialen und beruflichen Rehabilitation von erwachsenen Menschen mit Alkohol- und/oder Medikamentenabhängigkeit. Die Einrichtung gehört seit 1987 zur Hephata Diakonie.

Einrichtungsleiter Thomas Schmidt stellte die vielfältigen Angebote in Breitenbach vor. Diese reichen von Wohn- und tagesstrukturierenden Angeboten, den Berufsbildungsbereich (BBB) zur beruflichen Orientierung und Qualifikation, der betriebsintegrierten Beschäftigung (BiB) bis hin zur Beschäftigung in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM).

„Unser Ziel ist es, Menschen langfristig zu begleiten und ihnen die Unterstützung zu bieten, die sie in ihrer jeweiligen Lebenssituation benötigen“, erläuterte Stefan Gerland, kaufmännischer Vorstand. „Durch die enge Vernetzung unserer Angebote können viele Menschen in ihrer vertrauten Umgebung bleiben und erhalten zugleich die Hilfen, die sie benötigen.“

Auch den geschützten Wohnbereich, in dem Menschen auf Grundlage eines richterlichen Unterbringungsbeschlusses leben, besichtigte die Landtagsabgeordnete. Thomas Schmidt berichtete, „dass die geschützte Unterbringung hat einen Schutzauftrag für Menschen mit erheblicher gesundheitlicher Selbstgefährdung hat die Angebote sind so strukturiert sind, dass ein Höchstmaß an Selbstbestimmung und Unterstützung zur gesellschaftlichen Teilhabe gegeben ist“ und von der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der hohen Akzeptanz der Einrichtung im Ort.

Wie lebendig die tagesstrukturierenden und Arbeitsangebote gestaltet sind, zeigen zahlreiche Aktivitäten. Im vergangenen Jahr produzierten die Klient*innen gemeinsam rund 4.000 Liter Apfelmost und bewirtschaften rund einen Hektar Feldgemüsebau. Die Küche des Herzberghauses kocht zudem täglich rund 120 Mittagessen. Aus einer zunächst kleinen Kooperation entstand inzwischen eine feste Zusammenarbeit mit der Kindertagesstätte und der Grundschule in Breitenbach. „Unsere Kantine hat Schule gemacht“, sagte die stellvertretende Einrichtungsleiterin Birgit Buchhagen-Palmer mit einem Schmunzeln.

Neben den Erfolgen sprach Thomas Schmidt aktuelle Herausforderungen an. So halte der Bus während der Sommerferien nicht mehr im Ortsteil Oberjossa. Für viele Klient*innen erschwere dies den Weg zum Einkaufen und zu Angeboten der gesellschaftlichen Teilhabe erheblich.

Zum Abschluss zog Stefanie Klee ein positives Fazit ihres Besuchs: „Sie leisten hier eine fantastische und wichtige Arbeit. Sie geben den Menschen die Möglichkeit wieder einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Jeder braucht eine Aufgabe, um sich persönlich weiterzuentwickeln. Besonders freut mich die angenehme Atmosphäre, die ich hier im Team wahrnehme.“

Dass ihr der Besuch in guter Erinnerung bleiben wird, zeigte sich auch zum Abschied: Ein Prospekt der Schreinerei mit den dort gefertigten Gartenmöbeln durfte schließlich nicht fehlen – die Produkte hatten es der Landtagsabgeordneten besonders angetan.

Themen

Kategorien

Regionen


Hephata engagiert sich als diakonisches Unternehmen seit 1901 in der Rechtsform eines gemeinnützigen Vereins für Menschen, die Unterstützung brauchen, gleich welchen Alters, Glaubens oder welcher Nationalität. Wir sind Mitglied im Diakonischen Werk. Hinter unserem Unternehmensnamen steht ein biblisches Hoffnungsbild: während Jesus einen Mann heilt, der taub und stumm ist, spricht er das Wort „Hephata“. (Markus 7, 32-37)

In evangelischer Tradition arbeiten wir in der Jugendhilfe und der Behindertenhilfe, in der Rehabilitation Suchtkranker, in Psychiatrie und Neurologie, in der Heilpädagogik, der Wohnungslosenhilfe, in Förderschulen und der beruflichen Bildung. In unserer Tochtergesellschaft Hephata soziale Dienste und Einrichtungen gGmbH (hsde) bieten wir zudem an mehreren Standorten ambulante und stationäre Hilfen für Seniorinnen und Senioren an.

Wir bilden Mitarbeitende für verschiedene Berufe der sozialen und pflegerischen Arbeit, auch in Kooperation mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt, aus. Wir legen Wert auf eine theologisch-diakonische Qualifikation.

Hephata Diakonie beschäftigt aktuell mehr als 3.000 Mitarbeitende. Sie arbeiten in unterschiedlichen Berufsfeldern, sind gut qualifiziert und entwickeln die Leistungsangebote zukunftsorientiert weiter. Diakone und Diakoninnen und Interessierte organisieren sich in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.

Hephata Diakonie ist in Hessen und angrenzenden Bundesländern tätig. Der Sitz unseres Unternehmens ist seit Beginn in Schwalmstadt-Treysa.

Kontakt

  • Besuch MDL Klee Breitenbach
    Lizenz:
    Nutzung in Medien
    Dateiformat:
    .jpg
    Dateigröße:
    2048 x 1536, 1,14 MB
    Download